Digitalisierung  - und jetzt?

Lösungswege für das Facility Management

26. und 27. Juni 2019, Schloss Schwetzingen

Digitalisierung, digitaler Wandel oder gar digitale Revolution - kaum ein Tag vergeht, an dem uns nicht eines dieser Schlagwörter über den Weg läuft.
Klar ist: wir sind längst in einer digitalisierten Welt angekommen. Doch was genau bedeutet dies für das Facility Management?


Die Digitalisierung stellt bisherige Arbeitsweisen und Geschäftsprozesse im Facility Management nicht nur zunehmend infrage, sondern entwickelt sich in vielen Bereichen auch zu einem entscheidenden Kosten- und Wettbewerbsfaktor. Dabei ist Digitalisierung kein rein technologisches Thema, das mit dem Kauf einer Softwarelösung erledigt wäre, sondern vielmehr auch ein organisatorisches. Geht es doch darum, vorhandene Daten, Arbeitsabläufe und Prozesse mit den jeweiligen Aufgabenstellungen und fachübergreifenden Zusammenhängen abzugleichen und in die digitale Welt zu übertragen.

Um die Mehrwerte der Digitalisierung erschließen zu können, ist ein Umdenken in der Herangehensweise an die Thematik erforderlich. Digitalisierung erfordert unweigerlich kooperative Zusammenarbeit. Anstatt Themen nur im eigenen Umfeld zu betrachten, sind fach- und abteilungsübergreifende Konzepte zu erarbeiten. Hierzu müssen die jeweiligen Prozesse mit den entsprechenden Zielsetzungen formuliert und in eine unternehmensweite Umsetzungsstrategie eingebunden werden. Es geht dabei sowohl um die Beschleunigung und Automatisierung von Arbeitsabläufen, als auch um die Vereinfachung und Transparenzsteigerung.

Erfolgreiche Digitalisierung beginnt also mit der Konzeption und Projektierung und setzt sich mit dem Aufbau einer soliden Datengrundlage fort. Die Daten sind der Treibstoff für alle digitalen Arbeitsabläufe und müssen daher in eine konsistente, verlässliche und für die einzelnen Aufgaben, Prozesse und Systeme verfügbare und nutzbare Form gebracht werden. Nur klar definierte Prozesse und umfassend verfügbare und korrekte Daten ermöglichen in der Folge eine effiziente Nutzung von IT Technologien und Softwareanwendungen.

Das Facility Management kann hier in besonderer Weise profitieren, da es nahezu an allen wesentlichen Aufgaben beim Betrieb und der Instandhaltung sowie bei der Bewirtschaftung von Gebäuden und technischen Anlagen beteiligt ist. Mit seinen bereichs- bzw. abteilungsübergreifenden Interaktionen kann das Facility Management im Rahmen der Digitalisierung zu erheblichen Verbesserungen für das gesamte Unternehmen nachhaltig beitragen, häufig schafft es sogar erst die Voraussetzungen dafür.

Schwerpunkte PRAXIS CAFM 2019

Die PRAXIS CAFM 2019 betrachtet den gesamten Digitalisierungsprozess im Facility Management unter diesen Prämissen und legt dabei den Fokus auf die folgenden Schwerpunkte:

Konzeption und Projektierung

  • Ausschreibungen und Projektmanagement unter dem Aspekt der Digitalisierung
  • Ziele und Rahmenbedingungen definieren anstatt sich in funktionalen Details zu verfangen
  • Agiles Projektmanagement: Möglichkeiten, Regeln, Vorteile und Irrtümer
  • Prozesse und Arbeitsabläufe verstehen und Prozessmodelle definieren sowie Use-Cases beschreiben

Daten und Integrationen

  • Grundsätzliches Daten- und Informationsmanagement, Nutzung von Standards, Aufbau von Anlagekennzeichnung sowie Umsetzung der erforderlichen Daten- und Systemintegrationen von CAFM zu anderen Systemwelten wie z.B. ERP
  • Graphische Daten aus CAD, GIS und BIM: von der Bestandsdatenerfassung bis zur Nutzung von Plänen und Karten in CAFM Anwendungen
  • Datenerfassung: vom Laserscanner bis in die CAFM Anwendung
  • Automatisierte Verarbeitung auch unterschiedlicher CAD Ausgangsdaten sowie Nutzung von geografischen Daten z.B. aus der terrestrischen Vermessung
  • Nutzung von BIM im Bestand sowie Nutzung von mobilen Anwendungen zur Datenerfassung

Aufgaben und Prozesse

Anhand konkreter Praxisbeispiele werden zentrale Aufgabenstellungen und Prozesse aus dem täglichen FM Alltag "digitalisierungskonform" vorgestellt, beispielsweise

  • Instandhaltungsmanagement
  • Auftrags- und Servicemanagement
  • Bewirtschaftungsprozesse wie Vermietung, Reinigung etc.
  • Basisprozesse zur daten- und prozesstechnischen Systempflege und Fortführung

Technologie und Anwendungen

Die umfassenden Nutzungsmöglichkeiten durch definierte Prozesse und verfügbare Daten sowie die Veränderung des Nutzungsverhaltens von Anwendern durch den zunehmenden Einsatz von Smartphone und Tablet erfordern moderne Softwaretechnologien:

  • SaaS, Cloud und Co: Vergleich von Systemansätzen für CAFM Anwendungen
  • Plattformansatz: CAFM als Informations- und Serviceportal im Unternehmen betreiben

Antworten auf der PRAXIS CAFM 2019

Die PRAXIS CAFM 2019 greift den Themenkomplex Lösungswege zur Umsetzung der Digitalisierung im Facility Management ganzheitlich auf. In den einzelnen Vorträgen, Open Sessions sowie im FM Office Bereich werden die Kernthemen auf unterschiedlichen Ebenen anhand von Projektbeispielen aus der Praxis vorgestellt und diskutiert.
Dabei kommen übergeordnete Aspekte wie Projektierung, Datenmanagement, fachübergreifende Prozesse, Technologien und Systemlandschaften genauso zum Tragen wie spezifische Fragestellungen aus konkreten Aufgaben- und Anwendungsbereichen, wie beispielsweise Instandhaltungsmanagement, Auftragsmanagement oder Bewirtschaftungsprozesse.

 

Wie schon bei den bisherigen PRAXIS CAFM Veranstaltungen können die Teilnehmer auch 2019 wieder die Inhalte der Veranstaltung maßgeblich mitgestalten, indem sie im Rahmen der Anmeldung die Themen mitteilen, über die sie sich gerne informieren und austauschen möchten. Ergänzt wird die Veranstaltung von kompetenten Referenten und Partnern aus dem FM Umfeld.
Die PRAXIS CAFM richtet sich an Entscheider, Experten und Fachanwender aus dem Facility Management, Technischen Anlagenmanagement sowie dem Instandhaltungsmanagement aus den Bereichen Unternehmen und Industrie, Immobilien- und Wohnungswirtschaft sowie öffentlichen Verwaltungen.

 

 

Impulsvorträge mit Open Sessions

Freie Open CAFM Sessions

Präsentationen im FM - Office Bereich